Musikalische Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein.
Mit dem Leutenbacher Musikmodell hat die Gemeinde ein landesweit einzigartiges Angebot geschaffen, das genau hier ansetzt: Alle Kinder der drei Grundschulen erhalten eine kostenlose musikalische Grundausbildung, fest verankert im Schulalltag. Dieses konsequente Verständnis von kultureller Teilhabe überzeugte die Jury und brachte Leutenbach den dritten Platz beim Staatsanzeiger Award in der Kategorie „Kommune für alle“.



Das Leutenbacher Musikmodell geht bewusst über punktuelle Projekte oder freiwillige Zusatzangebote hinaus.
Musik ist kein Wahlfach, sondern Teil des regulären Unterrichts in der dritten Klasse. Alle Kinder kommen in diesem Schuljahr unabhängig von Herkunft, Einkommen oder familiärem Hintergrund mit Instrumenten, Rhythmus und gemeinschaftlichem Musizieren in Berührung.
Getragen wird das Modell durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Schule und qualifizierten Musikpädagog:innen. Zentrale Partner sind dabei die Musik- und Kunstschule, der Musikverein Leutenbach und „Gut Ton“ sowie das Akkordeon-Orchester Leutenbach. Damit erreicht das Modell eine Breitenwirkung, wie sie klassische Förderprogramme kaum leisten können.

Musik wird im Leutenbacher Modell nicht nur als kulturelle Ausdrucksform verstanden, sondern als pädagogisches Werkzeug.
Kinder entwickeln Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Ausdrucksstärke. Gleichzeitig wächst das soziale Miteinander in den Klassen – Integration geschieht hier ganz selbstverständlich über gemeinsames Erleben und Tun.
feste Verankerung im schulischen Alltag statt freiwilliger Zusatzangebote
frühe Förderung von Kreativität, Selbstbewusstsein und sozialen Kompetenzen
konsequente Ausrichtung auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit
professionelle Umsetzung durch Kooperationen mit Musikschulen und Kulturschaffenden
langfristige kommunale Verantwortung – organisatorisch und finanziell

Die Jury würdigte das Leutenbacher Musikmodell als vorbildlichen Ansatz für strukturell verankerte kulturelle Teilhabe.
Besonders überzeugend war die Klarheit des Konzepts: Musik wird nicht als freiwilliges Extra verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil von Bildung. Dass die Gemeinde dafür dauerhaft Verantwortung übernimmt, sendet ein starkes sozialpolitisches Signal. Das Projekt zeigt, wie Kommunen mit überschaubaren Strukturen große Wirkung erzielen können – nachhaltig, gerecht und nah an den Kindern.
Einwohnerzahl: ca. 12.000
Geografische Lage: Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg
Besonderheiten: Ländlich geprägte Gemeinde mit starkem Engagement für Bildung, Kultur und soziale Teilhabe; enge Verzahnung von Schule, Kommune und kultureller Bildung.

Seien Sie dabei, wenn wir herausragende Konzepte und Engagement feiern!
Reichen Sie Ihr Projekt in der Kategorie „Kommune für Alle“ ein und zeigen Sie der fachkundigen Jury, wie Sie ihre Bürger:innen mit „ins Boot holen“. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2026. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos.
