Mit dem Drei-Zonen-Konzept stellt der Rems-Murr-Kreis seine Verwaltung räumlich, organisatorisch und digital neu auf.
Das Modell strukturiert Verwaltungsgebäude in einen öffentlichen, einen halböffentlichen und einen internen Bereich – und schafft damit die Grundlage für moderne Arbeitswelten, hohe Servicequalität und konsequente Digitalisierung. Mit diesem umfassenden Ansatz belegt der Rems-Murr-Kreis den dritten Platz in der Kategorie „Digitalisierung & Innovation”.




Über Jahrzehnte wuchs der Verwaltungsapparat durch neue Aufgaben und gesetzliche Vorgaben stetig.
Die Folge waren Raumnot, verstreute Büroflächen und heterogene Arbeitsbedingungen.
Zugleich wurde klar: Digitalisierung gelingt nur, wenn Räume, Abläufe und Mindset miteinander verzahnt werden. Einzelbüros, Flurwartesituationen und offene Besucherströme passten nicht mehr zu einer modernen, sicheren und bürgernahen Verwaltung.
Der Rems-Murr-Kreis entwickelte – begleitet von der Beratung Drees & Sommer – eine Gesamtimmobilienkonzeption, in deren Zentrum das Drei-Zonen-Modell steht:
1. Öffentliche Zone: Servicepunkte als erste Anlaufstelle
2. Halböffentliche Zone: Beratungsräume für diskrete, bedarfsgerechte Gespräche
3. Interne Zone: Arbeitsplätze ohne Publikumsverkehr, Rückzugsmöglichkeiten, Fokusräume
Dieses Modell ermöglicht nicht nur neue Wege der Bürgerkommunikation, sondern auch Desk-Sharing, flexible Arbeitswelten, digitale Aktenführung und einheitliche IT-Ausstattung – über alle Hierarchien hinweg, einschließlich Führungskräften und Landrat.
Parallel dazu wurden …
Mitarbeitende intensiv einbezogen (Workshops, Bedarfserhebung)
Standorte zusammengeführt,
Geh- und Denkwege optimiert,
Neubauten, Sanierungen und Umzüge strategisch koordiniert,
Digitalisierung und Immobilienstrategie eng miteinander verzahnt.


Seit 2023 wird das Modell in mehreren Gebäuden gelebt.
Die Rückmeldungen aus der Verwaltung sprechen eine deutliche Sprache: Die neuen Arbeitsumgebungen werden als sicherer, moderner und insgesamt attraktiver wahrgenommen. Gleichzeitig sind Fluktuation und Krankheitsquote spürbar gesunken – ein Hinweis darauf, dass die neuen Strukturen auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden stärken. Durch klar definierte Beratungsbereiche verbessert sich zudem die Servicequalität für Bürger:innen, während Datenschutz und Sicherheit in den sensiblen Prozessen des Kreises spürbar an Stabilität gewinnen.
Parallel dazu arbeitet die Verwaltung heute nahezu papierlos und digital organisiert. Selbst das Desk-Sharing zeigt positive Effekte: Die Flächen können effizient genutzt und an einigen Standorten sogar nachverdichtet werden, ohne die Arbeitsplatzqualität zu beeinträchtigen.
Der Rems-Murr-Kreis gilt inzwischen bundesweit als Vorreiter: Über 100 Delegationen aus ganz Deutschland haben das Konzept bereits besichtigt.
Digitalisierung und Raumkonzept gemeinsam gedacht
Einbindung der Mitarbeitenden von Beginn an
Modell in Praxistest erprobt
verbesserte Sicherheit, Diskretion und Servicequalität
hohe Übertragbarkeit auf Neubauten UND Bestandsgebäude

Die Jury hat das Konzept in seiner Vielschichtigkeit überzeugt:
„Das Drei-Zonen-Konzept zeigt, wie organisatorische, räumliche und digitale Modernisierung zusammenwirken können – mit spürbarem Nutzen für Mitarbeitende und Bürgerinnen und Bürger.“
Der Rems-Murr-Kreis beweist: Verwaltungsmodernisierung gelingt, wenn die Verwaltung mutig ist, Räume neu denkt und Digitalisierung als Chance versteht.
Einwohnerzahl: ca. 435.000
Lage: im Norden der Region Stuttgart, zwischen Murr und Rems
Besonderheiten: dichter Kreis mit stark wachsender Bevölkerung; hoher Sanierungsbedarf im Bestand; frühe Verzahnung von Digitalisierung und Immobilienstrategie

Seien Sie dabei, wenn wir herausragende Konzepte und Engagement feiern!
Reichen Sie Ihr Projekt in der Kategorie Digitalisierung und Innovation ein und zeigen Sie der fachkundigen Jury, wie Sie ihre Bürger:innen mit „ins Boot holen“. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2026. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos.
